Lisa Larsson Sopran

Saison 2017 | 2018. Letzte Aktualisierung: September 2017.

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Die aus Schweden stammende Sopranistin Lisa Larsson begann ihre Karriere als Flötistin (Master of Fine Arts), studierte anschliessend Gesang in Basel und erhielt ihr erstes Engagement am Opernhaus Zürich, wo sie unter Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt und Franz Welser-Möst auftrat. Nach ihrem Debüt an der Mailänder Scala unter Riccardo Muti baute sie sich rasch eine internationale Karriere vor allem als Mozart-Sängerin auf. Sie hat an bedeutenden europäischen Opernhäusern und Festivals gastiert, darunter an der Bayerischen Staatsoper, am Royal Opera House in London, am Teatro La Fenice in Venedig, am Königlichen Dänischen Opernhaus, an der Opéra de Monte-Carlo, an der Oper Leipzig, am Grand Théâtre de Genève, am Königlichen Schwedischen Opernhaus und am Theater Basel sowie bei den Salzburger Festspielen, dem Lucerne Festival, dem Glyndebourne Festival und dem Festival d'Aix-en-Provence. Dank ihrer vokalen Flexibilität brilliert sie heute als bemerkenswert vielseitige Konzertsängerin. In den letzten Jahren hat sie ihr breit gefächertes Repertoire mit Werken von Mahler, Berg, Richard Strauss, Brahms, Berlioz, Britten und Strawinski stetig erweitert und dazu mehrere Uraufführungen von zeitgenössischen Werken gesungen.

Zu den Dirigenten, mit denen sie gearbeitet hat, gehören Claudio Abbado, Sir Colin Davis, David Zinman, Leonard Slatkin, Daniel Harding, Adam Fischer, Louis Langrée, Antonello Manacorda, Vassily Sinaisky, Vasily Petrenko und Edo de Waart. Sie ist mit den Berliner Philharmonikern, den Münchner Philharmonikern, dem hr-Sinfonieorchester, den Wiener Symphonikern, dem Tonhalle Orchester Zürich, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Orchestre National de Lyon, dem Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi, dem Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, dem Helsinki Philharmonic Orchestra, dem Bergen Philharmonic Orchestra, dem Danish National Symphony Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra, der New Japan Philharmonic, der Hong Kong Philharmonic, dem Orquestra Sinfônica do Estado de São Paulo sowie weiteren renommierten Orchestern aufgetreten.

Im Bereich der Barockmusik hat sie häufig mit führenden Dirigenten und deren Orchestern zusammengearbeitet, darunter mit Sir John Eliot Gardiner, Sir Roger Norrington, Christopher Hogwood, Frans Brüggen, Andrea Marcon, Emmanuelle Haïm, Ton Koopman, Nathalie Stutzmann, Nicholas McGegan, Paul Goodwin, Martin Haselböck, Gottfried von der Goltz, Trevor Pinnock, Richard Egarr, Fabio Bonizzoni, Jan Willem de Vriend und David Stern.

Im Zentrum von Lisa Larssons Saison 2017 | 2018 stehen Werke von Gustav Mahler, Alban Berg und Rolf Martinsson. Im Rahmen ihres Neuseeland-Debüts singt sie Bergs ›Sieben frühe Lieder‹ sowie das Sopransolo in Mahlers 4. Sinfonie, begleitet vom Auckland Symphony Orchestra. Die Berg-Lieder wiederholt sie mit dem Kristiansand Symphony Orchestra in Norwegen. In diesen Projekten arbeitet sie zusammen mit Giordano Bellincampi, der Chefdirigent beider Orchester ist. Das Sopransolo in Mahlers 4. Sinfonie interpretiert sie ebenfalls im Rahmen ihres Auftritts mit dem Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, das sie erneut eingeladen hat. Auf dem Programm dieses Konzerts unter der Leitung von Gustavo Gimeno steht zudem der ihr gewidmete Liedzyklus ›Ich denke Dein…‹ von Rolf Martinsson. Dieses Werk wird Lisa Larsson in dieser Saison auch als australische Premiere mit dem Melbourne Symphony Orchestra unter Stanislav Kochanovsky und als spanische Erstaufführung mit dem Balearic Symphony Orchestra unter dessen Chefdirigenten Pablo Mielgo vorstellen. Andrea Marcon hat sie zur Mitwirkung in Telemanns Oratorium ›Tag des Gerichts‹ in das Amsterdamer Concertgebouw eingeladen. Mit Jan Willem de Vriend und dem Residentie Orkest wird sie orchestrierte Schubert-Lieder sowie Mendelssohns Konzert-Szene ›Infelice‹ in Den Haag zu Gehör bringen. Im Wiener Konzerthaus wird sie in zwei Konzerten mit dem Wiener Kammerorchester unter der Leitung seines Chefdirigenten Stefan Vladar zu erleben sein mit Rolf Martinssons ›Garden of Devotion‹ als österreichische Erstaufführung. Dieses Werk wird sie davor bereits mit der Jönköping Sinfonietta in Schweden unter der Leitung von Anja Bilhmaier singen. Ebenfalls in Schweden, in der historischen Kirche von Dalby, wird sie als Evangelist und in der Sopran-Partie in Rolf Martinssons ›Lukas Passon‹ zu hören sein.

Mit besonderer Freude sieht Lisa Larsson ihrem neuen Kammermusikprojekt entgegen: Gemeinsam mit dem Klarinettisten Carl-Johan Stjernström und dem Pianisten Alain Jacquon begibt sie sich auf eine Schweden-Tournee und tritt dabei auch im grossen Saal von Malmös neuem Konzerthaus Malmö Live auf. Auf dem Programm stehen Lieder von Louis Spohr, Franz Schuberts ›Der Hirt auf dem Felsen‹, die Arie ›Non più di fiori‹ aus Mozarts Oper ›La clemenza di Tito‹ sowie ›Early Dawn‹ von Rolf Martinsson.

Der schwedische Komponist Rolf Martinsson hat in den letzten Jahren mehrere Werke für Lisa Larsson komponiert, die sie sowohl uraufgeführt wie in über hundert Folgekonzerten, Radio- und TV-Übertragungen und auf CD-Einspielungen international vorgestellt hat zusammen mit Dirigenten wie John Storgårds, Marc Albrecht, Gustavo Gimeno, Rumon Gamba und Stanislav Kochanovsky. Die fruchtbare Zusammenarbeit mit Rolf Martinsson findet in dieser Saison ihre Fortsetzung mit Konzerten in Schweden, Österreich, Spanien und Australien sowie einer Aufahme mit dem Niederländischen Kammerorchester unter Gordan Nikolic von ›Garden of Devotion‹ und ›To the Shadow of a Reality‹ für CHALLENGE CLASSICS sowie einer Einspielung von ›Ich denke Dein ...‹ und ›Into Eternity‹ mit dem Malmö Symphony Orchestra dirigiert von Paul Mägi.

Nach ihren Mahler- und Berlioz-Alben mit Antonello Manacorda sowie einem Haydn-Programm mit Jan Willem de Vriend für Challenge Classics werden als nächstes beim Label BIS die ihr gewidmeten ›Orchestral Songs on Poems by Emily Dickinson‹ von Rolf Martinsson mit dem Royal Stockholm Philharmonic Orchestra unter Andrew Manze veröffentlicht werden. Zu den weiteren Höhepunkten ihrer eindrücklichen Diskographie gehört eine Aufnahme von Strauss‘ ›Vier letzte Lieder‹ unter Douglas Boyd, Mahlers 8. Sinfonie unter David Zinman, die Mozart-Opern ›Don Giovanni‹ unter Daniel Harding, ›Mitridate‹ unter Adam Fischer, ›Il sogno di Scipione‹ unter Gottfried von der Goltz, Händels ›Jephta‹ unter David Stern sowie zahlreiche Bach-Kantaten unter Sir John Eliot Gardiner und Ton Koopman. Mit diesem hat sie auch das Weihnachts- und Osteroratorium sowie das Magnificat eingespielt.